Jahrestagung Schulsozialarbeit 2017

Datum: 25.04.2017 - 26.04.2017
Zeit: Ganztägig

Veranstaltungsort:
JugendAkademie Bad Segeberg

Kategorien

10 Jahre Voneinander – Miteinander

2008 fand die erste landesweite Fachtagung Schulsozialarbeit statt. Fachleute aus verschiedensten Institutionen fanden sich zusammen, um die Schulsozialarbeit im Lande weiter zu entwickeln und ihr Öffentlichkeit zu verschaffen.
 Wir haben gemeinsam „Laufen gelernt“, uns mit den Rahmenbedingungen gelingender Schulsozialarbeit, der Wirkung der Schulsozialarbeit und vielem mehr auseinander gesetzt. Immer lag und liegt der Focus auf der Kompetenzerweiterung der in der Schulsozialarbeit Tätigen.

2017 veranstalten wir nun die 10. Jahrestagung Schulsozialarbeit Schleswig-Holstein.

Auf dieser Tagung erwartet Euch/Sie eine vielfältige Mischung aus theoretischer Wissensvermittlung, praktischem Kennenlernen und Ausprobieren im Sinne des Mottos „Voneinander – Miteinander“.
 Und anlässlich unseres 10 jährigen Jubiläums darf das Feiern nicht vergessen werden.

Im Organisationsteam der Jahrestagung kooperieren Mitarbeiter_innen der verschiedensten Institutionen miteinander: Sozialministerium, JugendAkademie Segeberg, Landesarbeitskreis Schulsozialarbeit, Aktion Kinder- und Jugendschutz, Institut für Qualitätssicherung an Schulen, Arbeitskreis Berufsschulsozialarbeit und eine Vertreterin der kreisfreien Städte.

Diese langjährige erfolgreiche Kooperation ist etwas ganz Besonderes und allen Beteiligten gebührt dafür ein großes Dankeschön!

Das Organisationsteam freut sich auf eine spannende Tagung und rege Teilnahme!

Hier geht’s zur Buchung über das Veranstaltungsportal der JugendAkademie.

Zielgruppe/n

Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Schulleitungen, Lehrkräfte.

Träger der Schulsozialarbeit und andere Interessierte sind herzlich willkommen.

Kosten

95,- EUR zwei Tage inkl. Übernachtung (im Mehrbettzimmer) und Verpflegung
80,- EUR zwei Tage inkl. Verpflegung
45,- EUR Tageskarte inkl. Verpflegung

Einzelzimmer in dringenden Fällen nur mit telefonischer Anmeldung

Tagungsprogramm 25.April

Bis 09:15 Uhr Anmeldung Empfangskaffee

09:45 Uhr Begrüßung, Eröffnung der „Messe“ der Schulsozialarbeit Schleswig-Holstein

10.00 Uhr Teilnahme an den Angeboten der Praxisbörse (Angebote siehe Extraplan)

12.30 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Teilnahme an den Angeboten der Praxisbörse (Angebote siehe Extraplan)

17.30 Uhr Sektempfang und Fest-Rede 10 Jahre landesweite Jahrestagung Schulsozialarbeit Schleswig-Holstein

18.00 Uhr Abendessen

19.00 – 23.00 Uhr Feier zum 10 jährigen Jubiläum mit DJ und Tanz

Tagungsprogramm 26.April

ab 08:00 Uhr Frühstück für Übernachtungsgäste und Anmeldung für Tagesgäste

09:00 Uhr Fortbildungsveranstaltungen

12:30 Uhr Mittagspause

14:30 Uhr Fortsetzung der Fortbildungsveranstaltungen

17:30 Uhr Offener Ausklang mit Kaffee und Kuchen

An beiden Tagen stehen sowohl vormittags als auch nachmittags Getränke, Kekse und Kuchen für individuelle Pausen bereit.

 Angebote der Praxisbörse 25.April

Zeitplan -> Praxisboerse

  • Jugendschutzparcours stop&go
  • Spiel „Reise durchs Genderland“
  • „Wo bist du?“ Film über Kinder von psychisch kranken Elten mit anschließender Diskussion
  • Methoden-Workshop „Flucht und Kultur“ – Arbeit mit jungen Geflüchteten
  • Workshop Medienscouts an der Schule – Ein Peer-Projekt
  • Methoden-Workshop „Kooperation, Methoden der Erlebnispädagogik“
  • 
Fachforum „Inklusion“
  • Konzept-Camp „Voneinander-Miteinander“

Fortbildungsangebote am 26.April

Workshop 1: Zeitmanagement

„In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie zeitsparend und nervenschonend die Vielfalt Ihrer Aufgaben unter einen Hut bekommen können. Lernen Sie Methoden, Tipps und Tricks kennen, die Ihnen helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, den Stress zu reduzieren und wieder Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben oder auch Freizeit zu gewinnen.“

Andrea Kaden, zeitgewinn Hamburg

Workshop 2: Beratungskompetenzen stärken –Methodenkompetenz erweitern

Zu den Kernaufgaben der Schulsozialarbeit gehört die Beratung von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Eltern und Lehrkräften. Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Beratung sind Kompetenzen im Bereich der Gesprächsführung. Darüber hinaus hängt der Erfolg aber auch davon ab, wie variabel und differenziert sich die Beraterin/der Berater auf ihr Klientel und die entsprechenden Anliegen einstellen kann.

In dieser Fortbildung sollen Methoden und Ideen vermittelt und erprobt werden, die die Beratungsarbeit lebendig und vielfältig gestalten lässt.

Heike Kühl-Frese, IQSH – Zentrum für Prävention, Mediatorin und Supervisorin

Workshop 3: „Denn wir wissen, was wir tun“ – Schulsozialarbeit fachlich begründen

Schulsozialarbeit ist fachlich in der Kinder- und Jugendhilfe verankert, findet aber in der Schule – und damit in einer fachfremden Umgebung – statt. Umso wichtiger ist es, dass Schulsozialarbeiter*innen ihr Handeln fachlich begründen können. In dieser Fortbildung werden wir unser Wissen über grundlegende Theorien der Sozialen Arbeit auffrischen und gemeinsam an fachlichen Begründungen für Schulsozialarbeit arbeiten.

Prof. Dr. Fabian Lamp, Fachhochschule Kiel, Fachbereich Soziale Arbeit

Workshop 4: Moderieren leicht gemacht

Moderation kann polarisieren, Widerstände hervorrufen oder verstärken, aber auch kreativ und konstruktiv mit unterschiedlichen Sichtweisen umgehen … Wir werden uns in dieser Veranstaltung mit den unterschiedlichen Beteiligungsstufen beschäftigen, sowie Moderations-Formen und Verfahren von der Sichtbarmachung von Meinungen (Aufstellungen etc.) bis zum Treffen von Entscheidungen in Gruppen ausprobieren. Schwierige Moderationssituationen werden dabei ebenso Thema sein.

Tammo Krüger, Leuphana Universität Lüneburg, Berater für Demokratiepädagogik

Workshop 5: DER ICH-ENTWICKLER 1.0 – das Selbstcoaching
Instrument für bessere Stressbewältigung und Persönlichkeitsentwicklung

Erleben Sie eine motivierende Fortbildung zum Thema Stressmanagement mit dem Ziel, erste Informationen zum Thema (Ursachen, Symptome, Hilfestellungen für den Alltag) zu vermitteln. „Der Ich-Entwickler“:
 Unter dem Motto „Von der Ohnmacht in die Eigenmacht“ wird aufgezeigt, wie wir unsere „Gedankensoftware“ umprogrammieren können, damit werden erste Impulse für eine erfolgreiche Selbstveränderung für sich und andere gegeben.

Dirk Schippel, Praxis für Psychotherapie und Coaching

Workshop 6: Soziale Interaktion im Netz/Games – und in Echt?

Jugendmedienkultur ist mittlerweile vielfältig und für uns Erwachsene oft unüberschaubar. Ob Soziale Netzwerke oder Computer- und Videospiele, die Inhalte sind vielfältig in ihren Erscheinungen. Genauso unterschiedlich sind die Settings, in denen sie von uns und den Jugendlichen genutzt werden. Die Grenzen sind oft verschwommen und nicht mehr klar erkennbar. Wir sprechen über Risiken und Probleme, die durch diese Welten entstehen können. Wir bieten aber auch Möglichkeiten, die wir für die soziale Arbeit nutzen können und die Präventionsansätze bieten.

Andreas Langer und Uli Tondorf, Aktion Kinder- und Jugendschutz

Workshop 7: Kinder- und Jugendschutz – eine Aufgabe der Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit hat in der alltäglichen Praxis vielfältige Berührungspunkte mit Jugendschutz. 
In dieser Fortbildung wird es um die Kernthemen des erzieherischen Jugendschutzes und ihre Einbindung in die Schulsozialarbeit gehen.

Anhand verschiedener Beispiele aus der Praxis werden die Möglichkeiten 
der strukturellen Vernetzung im kommunalen Raum und Rahmenbedingungen einer erfolgreichen Kooperation der beiden Akteure Jugendschutz und Schulsozialarbeit vorgestellt und diskutiert.
 Spezifische Fragestellungen könnten sein:

Welche präventiven Angebote sind an Ihrer Schule / Einrichtung vorhanden? 
Und wie können Sie sie nutzen?

Wo sehen Sie zukünftig Handlungsbedarf? Wie ist Ihre Einrichtung vernetzt?

Christian Ide, Kinder- und Jugendbüro Stadt Flensburg, Jugendschutzbeauftragter 


Workshop 8: Menschenfeindlichkeit erkennen und begegnen

Wenn heute über „extreme, menschenverachtende Verhaltensweisen“ gesprochen wird, geht es selten um die Mitte der Gesellschaft, sondern meistens um Rechtsextremismus oder Islamismus.
 Extreme, menschenverachtende Haltungen gelten nicht als Alltagsphänomen und Normalität in der Demokratie, sondern werden vorwiegend als Problem von extremen Gruppen verstanden und abgetan. 
Wie entstehen Vorurteile und wodurch entstehen menschenverachtende, z.B. rassistische Haltungen?
 Gemeinsam mit Ihnen werden wir in dieser Fortbildung pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit menschenverachtendem Verhalten entwickeln.


Antja Groeneveld, Aktion Kinder- und Jugendschutz/ Regionale Beratung gegen Rechtsextremismus Kiel