Über das Projekt
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler, die sich aktiv gegen jede Form von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt einsetzen. Sie wenden sich damit auch gegen alle totalitären und demokratiegefährdenden Ideologien.
Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, kurz SOR-SMC, will Kinder und Jugendliche in ihren Kompetenzen und ihrem Demokratiebewusstsein stärken und ihnen neue Perspektiven eröffnen.

Schule als Ort des Lernens bietet Kindern und Jugendlichen Räume, sich auszuprobieren, aktiv mit zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Durch die handlungsorientierte Ausrichtung des Projektes wird Lernen mit sozialer und praktischer Erfahrung verknüpft.

Das Ziel ist eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, die dieses Motto aktiv und selbstgestaltend in Projekten, Aktionen und Handlungsstrategien, in ihrer Öffentlichkeitsarbeit oder im Schulalltag umsetzt.

Aktueller Projektflyer

In Schleswig-Holstein gibt es zurzeit 61 Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage, darunter sieben Berufsschulen, fünf Grundschulen und zwei Förderschulen.
In Deutschland sind mehr als 2.500 Schulen in dem Netzwerk SOR-SMC. (Stand 3/2017)

Übersicht SOR-Schulen nach Kreisen_Städten 11.2016

Übersicht SOR-Berufsschulen in SH 9.2016

Selbstverständnis einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage:

Eine Schule bekommt den Titel, wenn mindestens 70 % aller Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Mitarbeitende das folgende Selbstverständnis unterschreiben und sich damit zu den Zielen des Projektes bekennen:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Damit verpflichten sie sich zu einem langfristigen Engagement an ihrer Schule mit Aktionen und Projekten gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus: Nachhaltigkeit einer Courage-Schule

Die Unterschriftenlisten werden bei der Bundeskoordination eingereicht. Die Schüler_innen suchen sich im Vorfeld eine (prominente) Person, die die Patenschaft für die Schule übernimmt und an der Titelverleihung teilnimmt.

Die Titelverleihung, an der auch die Aktivitäten der Schule gezeigt werden, erfolgt durch die Landeskoordination.

Das Projekt in Schleswig-Holstein

Aufgaben und Angebote der Landeskoordination

  • Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt
  • Vernetzung regionaler und lokaler Akteure
  • Projekt-Beratung zur Erlangung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
  • Beratung in der Nachhaltigkeitsphase
  • Vermittlung von Bildungsangeboten und Referent_innen
  • Vermittlung und Akquise von Kooperationspartner_innen
  • themenbezogene Lehrerfortbildungen
  • Handreichungen und Informationsmaterialien

Ansprechpartnerin: Medi Kuhlemann

SAVE THE DATE

Landesweiter Fachtag für Schüler_innen im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Seit 2007 findet jährlich ein Fachtag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt. Dabei können Aktive aus dem Projekt Ideen und Erfahrungen austauschen und an einem großen Angebot an Workshops teilnehmen.

  • Landesweiter Schüler_innenfachtag am 16.11.2017
  • Landesfachtag für Berufsschulen am 30.11.2017