Über das Projekt
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche. Schülerinnen und Schüler setzen sich an ihrer Schule auf diese Weise aktiv und langfristig gegen Rassismus und Diskriminierung und für ein soziales, solidarisches und friedliches Miteinander in ihrer Schule und Umgebung ein.
Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, kurz SOR-SMC, will Kinder und Jugendliche in ihren Kompetenzen stärken, ihnen neue Perspektiven eröffnen und sie in ihrer Haltung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus stärken.

Für Schule als Ort des Lernens sind Gelegenheiten wichtig, in denen Kinder und Jugendliche sich ausprobieren und aktiv mit gestalten, sich mit anderen auseinander setzen und Verantwortung übernehmen können. Dabei werden Lernprozesse hinsichtlich eigener Denk- und Handlungsmuster sowie emotionaler und politischer Haltungen in Gang gesetzt. Die SchülerInnen entwickeln interkulturelle Kompetenzen, Demokratiebewusstsein und lernen selbständiges Planen und Umsetzen von Projektideen. Durch die handlungsorientierte Ausrichtung des Projektes wird Lernen mit sozialer und praktischer Erfahrung verknüpft.

Das Ziel ist eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, die dieses Motto aktiv und selbstgestaltend in Projekten, Aktionen und Handlungsstrategien, in ihrer Öffentlichkeitsarbeit oder im Schulalltag umsetzt.

Wie entstand das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“?
Die Idee von „Schule Ohne Rassismus“ wurde 1988 von SchülerInnen und JugendarbeiterInnen in Belgien entwickelt. Sie wollten praktisch etwas für eine offene Auseinandersetzung mit Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, tun. Das Projekt war so erfolgreich, dass es 1992 als School Zonder Racisme in die Niederlande eingeführt und 1995 von AKTIONCOURAGE in Deutschland initiiert wurde.

Die Erweiterung des Titels in „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ soll die aktive Rolle der Beteiligten stärker hervorheben.

Das Projekt kam gut an. Bis jetzt wurden bundesweit bereits mehr als 2100 Schulen mit dem Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ausgezeichnet.

Selbstverpflichtung einer Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Damit verpflichten sie sich zu einem langfristigen Engagement an ihrer Schule mit Aktionen und Projekten gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus.
Eine Schule bekommt den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an einer Schule diese Selbstverpflichtung unterschrieben haben.

Die Unterschriftenlisten werden bei der Bundeskoordination eingereicht. Die Schüler_innen suchen sich im Vorfeld eine (prominente) Person, die die Patenschaft für die Schule übernimmt und an der Titelverleihung teilnimmt.

Die Titelverleihung, an der auch die Aktivitäten der Schule gezeigt werden, erfolgt durch die Landeskoordination.

Das Projekt in Schleswig-Holstein

Aufgaben und Angebote der Landeskoordination

  • Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt
  • Vernetzung regionaler und lokaler Akteure
  • Projekt-Beratung zur Erlangung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
  • Beratung in der Nachhaltigkeitsphase
  • Vermittlung von Bildungsangeboten und Referent_innen
  • Vermittlung und Akquise von Kooperationspartner_innen
  • themenbezogene Lehrerfortbildungen
  • Handreichungen und Informationsmaterialien

Landesweiter Fachtag für Schüler_innen im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Seit 2007 findet jährlich ein „Landestag Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt. Dabei können Aktive aus dem Projekt

  • Projekterfahrungen austauschen
  • sich in Workshops über unterschiedliche Themen informieren
  • sich von der Landeskoordination und von Kooperationspartner_innen beraten lassen
  • interessante Programme und Referent_innen kennenlernen
  • für begleitende Lehrkräfte wird ein aktuelles Fortbildungsprogramm angeboten
  • Landesweiter Schüler_innenfachtag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ 2017
    am 16.11.2017
  • Landesfachtag für Berufsschulen: „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ 2017
    am 30.11.2017

Landeskoordination: AKJS; Bildungsreferentin: Medi Kuhlemann