Mediation – Schulmediation

Mediation ist ein Verfahren zur Lösung von Konflikten mit Hilfe eines allparteilichen Dritten (Mediator_in). Der Mediator/die Mediatorin moderiert diesen Prozess. Die Streitbeteiligten finden einvernehmliche Lösungen, die vertraglich festgehalten werden. Es geht um Klärung der jeweiligen Bedürfnisse und Interessen, die hinter einem Konflikt stehen. Statt Schuldzuweisung ist das Ziel die Akzeptanz der anderen Sichtweise und eine win-win-Lösung.
Mediation wird in vielen Bereichen der Konfliktvermittlung (z.B. Nachbarschaftskonflikte, Sorgerechtskonflikte, Erbstreitigkeiten) angeboten und seit den 90er Jahren auch im Bereich der Schule.

Die Peer-Mediation für Schülerinnen und Schüler (bekannt als Konfliktlotsen- oder „Streitschlichter“-Projekte) hat sich in vielen Schulen bereits als konstruktive Methode der schulinternen Konfliktlösung etabliert. Bedingung für ein gutes Gelingen ist u.a. eine kontinuierliche Fortbildung und Betreuung der Konfliktlots_innen durch Lehrkräfte (zum Beispiel Beratungslehrer_innen) und Schulsozialpädagog_innen.

Die Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V. kooperiert mit dem IQSH bei der Fortbildung von Schulmediator_innen in Schleswig-Holstein.
Im Herbst starten neue Fortbildungen bzw. Zertifikatskurse für Lehrkräfte/Schulsozialarbeit, um diese Projekte initiieren oder weiterführen zu können. Die Kurse finden jeweils in verschiedenen Regionen und differenziert nach Grundschule und Sekundarstufe 2 statt. Sie sind über das Veranstaltungsforum des IQSH buchbar.

Wir weisen hier auf eine Kooperationsveranstaltung des IQSH mit der AKJS in der Region Nordfriesland hin:
Zertifikatskurs Schulmediation – Fortbildung zur Schulmediatorin, Schulmediator für Konfliktlotsenarbeit

Ansprechpartnerin: Kathrin Gomolzig

Workshops und Abrufveranstaltungen

Gewaltfreie Kommunikation

Das Konzept der gewaltfreien Kommunikation (Non-Violent Communication nach Marshall Rosenberg) ist dazu geeignet, zu einem tieferen Verständnis für die eigenen Bedürfnisse und Interessen im Konflikt zu gelangen. In dieser „Sprache“ können Ärger, Ängste, Verletzungen und Irritationen mitgeteilt werden, ohne mit Schuld und Vorwürfen zu argumentieren.

Gewaltfreie Kommunikation erhöht die Chance, dass der/die andere mich versteht. Es ist eine Kommunikation auf Augenhöhe.

Der Workshop bietet Übungsmöglichkeiten für das Anwenden gewaltfreier Kommunikation.
Es geht nicht um „Tipps“, wie man andere (z.B. Schüler_innen) dazu bringt, (mit anderen Schüler_innen) gewaltfrei zu kommunizieren. Stattdessen geben die Übungen Anregungen zur Selbstreflexion und zu den Chancen und Grenzen der Umsetzung, beispielsweise im Schulalltag.

Ansprechpartnerin: Kathrin Gomolzig