Als inhaltsoffene Angebote durchziehen Medien den gesamten Alltag. Als Werkzeuge sind sie innerhalb aller sozialen Prozesse im positiven wie im negativen Sinne einsetzbar. Unsere Präventionsarbeit zielt darauf, Nutzungsweisen zu fördern, in denen Jugendliche mit Spaß ihren Bedürfnissen und Ideen nachgehen können, ohne schädliche Nebenwirkungen bei sich oder anderen zu bewirken.

Hatespeech

Hatespeech

Respektloses, abwertendes Verhalten im Internet, welches sich in diskriminierenden Postings äußert, wir unter dem Thema „Hatespeech“ behandelt. Einmischen ist dabei erlaubt! Im Rahmen von Medienkompetenz geht es dabei darum, angemessene Reaktionen für die verschiedenen digitalen Orte wie Foren, soziale Netzwerke oder Kommentarspalten entwickeln zu können. Tipps dazu finden Sie in der Broschüre „Hatespeech – Hass im Netz“, die wir dankenswerter Weise aus NRW übernehmen durften.
Sie finden die Broschüre zum download und können sie auch in Papierform bei uns im Shop bestellen.
Wir bieten Ihnen gemeinsam mit den Kolleginnen aus dem Bereich Rechtsextremismusprävention dazu auch gern Fortbildungen an.

Onlinesein

Cybermobbing

Mobbing als Form von Gewalt wird heute meist auch mit Medien umgesetzt: WhatsApp, Snapchat, facebook scheinen geradezu ideale Instrumente dazu zu sein. Gerne bieten wir Ihnen hausinterne Fortbildungen zum Thema an. Dabei lassen sich Fragen klären wie: was ist das „cyber“ am Mobbing? Wie lässt sich dem Vorbeugen? Geht dies ohne Medien-Verbote?Online sein

Solche Fortbildungen können gern mit weiteren Elementen z.B. zur Gewaltprävention bzw. Mobbingintervention ergänzt werden, wozu unsere Gewaltprävention und weitere unserer Partner einbezogen werden können.

In den Materialien Medienwerkstatt und „Online sein – smart sein“ finden Sie Vorschläge und Arbeitsblätter zu diesem Themenfeld.

Sexting Flyer Gemeinsam2

Sexting

Nicht nur Jugendliche versenden inzwischen Massenhaft Fotos – in heutige Handys integrierte Kameras bieten dazu Gelegenheit. Einige dieser Fotos zeigen die Personen in sexuell aufgeladener Darstellung. Wenn diese in die Öffentlichkeit gelangen können für die Abgebildeten massive Probleme entstehen – sozial wie psychisch. Dabei sind die Motive die dazu führen, dass diese Fotos gemacht werden von denen zu unterscheiden, die dazu führen dass sie in ungewollte Öffentlichkeiten geraten.

Umgang mit beidem ist eine soziale Kompetenz die durch den Besitz von Kameras unerlässlich wird.

Im Material „Online sein – Smart sein“ finden Pädagoginnen und Pädagogen vertiefende Informationen und Arbeitsvoschläge mit Gruppen zu diesem Thema.

In Kooperation mit dem Petze-Institut für Gewaltprävention haben wir Flyer für Eltern und Kinder zum Thema „Sexting“ entwickelt. Die beiden Flyer sollen gemeinsam ausgegeben werden.
Hier steht der Elternflyer und hier der Kinderflyer zum Download bereit. Die Flyer sind gedacht gemeinsam ineinandergelegt ausgelegt zu werden.

Unser Fachtag am 10.06. behandelte das gesamte Themenfeld Jugend.Medien.Sexualität. Den Programmflyer finden Sie hier.

Partizipation

Jugendliche stellen sich selbstbewusst in Medien dar. Egal ob Spiele, Messenger o.ä. in ihrer Altersgruppe beteiligen sie sich am Gesellschaftsleben – mindestens digital. Dies bietet mehrere Ansatzmöglichkeiten Partizipation weiter zu denken: Als Selbstausdruck der die Altersgruppe der Jugendlichen beschreiben kann; als Kompetenz durch die auf anderen Ebenen Beteiligung motiviert werden kann; als Ansatzpunkt neue Beteiligungsformen digital auszuprobieren.

Ein Beispiel ist ein „actionbound“: mit dieser App können Jugendliche eine Führung erstellen. Sie können wichtige Punkte in ihrem Stadtteil markieren und den Ortsbeirat mit der App zu diesen Punkten führen. An diesen Punkten können die Jugendlichen Vorschläge zur Gestaltung des Stadtteils platzieren.
Für Partizipationsprojekte in Schleswig-Holstein können Sie kostenlos unseren Account nutzen, eine Anleitung finden sie in diesem pdf.

Full Medienw Neu

Gewalthaltige Filme und Spiele

Gesetzlicher Jugendschutz ist nie vollständig wirksam. Wenige Erwachsene haben in ihrer Jugendzeit keine Medien konsumiert, die nicht für die damalige Altersstufe gedacht waren. Neben der Vermittlung der Alterskennzeichen müssen Jugendliche also einen Umgang mit solchen Inhalten lernen. Dazu müssen Wege beschritten werden, die ohne pädagogischen Zeigefinger auskommen.

Im Materialband Medienwerkstatt finden Sie auch zu diesem Thema methodische Vorschläge.

Extremismus im Netz

Jugendliche können heutzutage mit wenigen Klicks Angebote oder Selbstdarstellungen von Extremisten finden – oder gar zufällig darauf stoßen. Sie nehmen dabei nicht automatisch sofort selbst diese extremistische Haltung an, doch ist es sinnvoll Ihnen für solche Situationen Haltung und Umgangsmöglichkeiten zu vermitteln, die davor schützen. Eine zusätzliche netzbezogene Zivilcourage solche Darstellungen z.B. zu „melden“ ist zudem wünschenswert.

Bloßgestellt im Netz

Im Planspiel Bloßgestellt im Netz  der aj Bayern wird mit verteilten Rollen die Dynamik digitaler sozialer Prozesse erfahrbar gemacht, die in Mobbing enden können.
Jugendliche ab 12 Jahren können in diesem Spiel erleben, wie solche Prozesse laufen – und wie sie verhindert werden können.
Das Planspiel können Sie beim Materialdienst der aj Bayern bestellen

Wir können eine Referentin vermitteln, die das Planspiel mit Ihrer Gruppe durchführt, oder Multiplikator_innen zur eigenen Durchführung schult.

Die Kosten für die Referentin müssen selbst getragen werden.

Unterrichtsbeispiele

In einem gemeinsamen Seminar der AKJS und der Europauniversität Flensburg setzen sich Lehramtsstudierende mit den Problemen des Jugendmedienschutzes auseinander. Sie entwerfen und erproben dabei Unterrichtsideen zu den verschiedenen Themen des Feldes. In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir an dieser Stelle beispielhafte Entwürfe, die Sie hier herunterladen und gern übernehmen können.

Soziale Netzwerke
Datenschutz und Kommunikation
Web 2.0 / Cybermobbing
Big Data

Sollten Sie eines der Beispiele umsetzen, freuen wir uns über eine Rückmeldung.
Die Entwürfe werden gegen Ende des jeweils laufenden Semesters in Schulen Flensburgs und Umgebung erprobt. Wenn Sie als Schule aus dieser Region Interesse hätten, eine solche Umsetzung zu ermöglichen, können Sie uns gern kontaktieren (s.u.), einen Besuch garantieren können wir nicht.

Zu allen Themenbereichen beraten wir Sie gern. Angepasste Fortbildungen sprechen wir gern mit Ihnen ab.

Ansprechpartner: Uli Tondorf , Andreas Langer