Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V. +49 431 26068-78 info@akjs-sh.de

Rechts­ex­tre­mis­musprä­ven­tion

Rechtsextremismus­prävention

Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (RBT) Kiel

Die Berater:innen im Team des regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus (RBT) Kiel bieten vertrauliche, professionelle und kostenlose Beratung für Kommunen, pädagogische Fachkräfte und Angehörige von rechtsaffinen Jugendlichen, sowie Fortbildungsangebote zur Prävention von Rechtsextremismus für Schulen und außerschulische Jugendarbeit an.

Übersichtsseite RBT Schleswig-Holstein – Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus

Zielgruppen

Unsere Angebote richten sich an:

  • Lehrer:innen
  • Schulsozialarbeiter:innen
  • Erzieher:innen
  • Pädagog:innen
  • Interessierte und Ehrenamtliche und zivilgesellschaftliche Bündnisse
  • Jugendgruppen und -interessenvertretungen
  • Eltern, Elternbeiräte von Kitas und Schulen, Erziehungsberechtigte
  • Familienangehörige, Geschwister und Partner:innen von Rechtsextremen
Was ist Rechtsextremismus?

Rechtsextremismus ist eine Denkweise, in der die Individualität, Freiheit und Gleichwertigkeit aller Menschen grundsätzlich abgelehnt wird. Begründet wird dies mit tatsächlichen oder vermeintlichen ethnischen, kulturellen, geistigen und körperlichen Unterschieden. Die u.a. im Grundgesetz verankerten Menschenrechte werden ebenso wenig anerkannt wie unsere reale gesellschaftliche Vielfalt.

Rechtsextremes Weltbild

Das rechtsextreme Weltbild ist besonders gekennzeichnet durch Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Abwertung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen. Darüber hinaus durch völkische Ideologie, Geschichtsklitterung bis hin zur Leugnung der Shoa, Diffamierung und Ablehnung des demokratischen Rechtsstaats und seiner Institutionen.

Rechtsextreme Einstellungen in der „Mitte der Gesellschaft"

Wenn es um Rechtsextremismus geht, wird die sogenannte ‚Mitte der Gesellschaft‘ häufig ausgeblendet, das Phänomen finde eher am Rande der Gesellschaft statt. Die Anziehung wird über vermeintliche ‚Bildungsferne‘, Politikverdrossenheit oder das Gefühl des ‚Abgehängt-Seins‘ erklärt. Dabei sind rechtsextreme Einstellungsmuster, wie die ‚Mitte-Studien‘ seit Jahren zeigen, weit verbreitet in der deutschen Gesellschaft. Sie bilden die Grundlage für Diskriminierung und die Ideologie der Ungleichwertigkeit, die sich praktisch als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit äußert – Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und LGBTIQ*-Feindlichkeit können als einige Beispiele genannt werden

Rechtsextremismus und Familie

Wenn Angehörige der Familie, vielleicht sogar eigene Kinder, sich angezogen fühlen von rechtsextremen Gruppierungen, rechtsextreme Musik hören oder/und in den sozialen Medien aktiv auf rechtsextremen Seiten unterwegs sind, dann sind Eltern oder Angehörige oft verunsichert oder ratlos, wie sie damit umgehen können. Auch Fachkräfte in pädagogischen Bereichen nehmen die zunehmend offener formulierten rechtspopulistischen, rassistischen, menschenverachtenden Äußerungen, insbesondere von jungen Menschen wahr.

Dieser Beratungsschwerpunkt richtet sich besonders an Menschen, die sich eine kompetente und vertrauliche, unbürokratische Unterstützung im Umgang mit rechtsaffinen Haltungen bei Kindern und Jugendlichen wünschen.

Rechtsextremismus und Jugendliche

Rechtsextremismus betrifft die gesamte Gesellschaft – allerdings ködern Rechtsextremist:innen vor allem unter Jugendlichen ihren Nachwuchs.

Das typische Einstiegsalter liegt zwischen 11 und 15, als Einstiegsdroge Nummer eins gilt Musik, wobei mittlerweile neben dem eher „klassischen“ Rechtsrock alle Genres und Subgenres – von Rock, über Black Metal bis hin zu HipHop und Rap – im Rechtsextremismus zu finden sind. Aber auch Faktoren wie Gemeinschaft, Kameradschaft und Abenteuer, Geltungsdrang und Protest spielen eine große Rolle bei der jugendlichen Zielgruppe.

Rechtsextreme Lebenswelten

Rechtsextreme verbreiten nicht nur eine rechtsextreme Ideologie, sie erzeugen auch Angebote für eine ideologisch passende Lebensführung. Rechtsextreme Lebenswelten umfassen dabei nicht nur bestimmte Bekleidungslabels, einschlägige Dresscodes und politischen Aktivismus. Vielmehr wird über Sport, Literatur, unterschiedliche Musikgenres oder Social-Media-Channels möglichst breit an den gesellschaftlichen Mainstream anzuschließen

Unter dem Deckmantel von scheinbar unpolitischen Lifestyle-Angeboten, wie z.B. veganen Online-Kochkursen wird systematisch versucht, Menschenverachtung und Gewaltbereitschaft zu verbreiten.

p

Unser Ziel

„Prävention heißt für uns,
Lebenskompetenzen von Kindern
und Jugendlichen zu stärken.“

Angebote

Beratung für Kommunen, pädagogische Fachkräfte und Angehörige von rechtsaffinen Jugendlichen

Fortbildungsangebote zur Prävention von Rechtsextremismus für Schulen und außerschulische Jugendarbeit

Erfahren Sie mehr in unserer Broschüre „Im Blickpunkt: Rechtsextremismus“

Weitere Arbeitsfelder:

p

Unser Ziel

„Prävention heißt für uns,
Lebenskompetenzen von Kindern
und Jugendlichen zu stärken.“

Angebote

Beratung für Kommunen, pädagogische Fachkräfte und Angehörige von rechtsaffinen Jugendlichen

Fortbildungsangebote zur Prävention von Rechtsextremismus für Schulen und außerschulische Jugendarbeit

Erfahren Sie mehr in unserer Broschüre „Im Blickpunkt: Rechtsextremismus“

Weitere Arbeitsfelder:

Rechtsextremismus­prävention

Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (RBT) Kiel

Die Berater:innen im Team des regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus (RBT) Kiel bieten vertrauliche, professionelle und kostenlose Beratung für Kommunen, pädagogische Fachkräfte und Angehörige von rechtsaffinen Jugendlichen, sowie Fortbildungsangebote zur Prävention von Rechtsextremismus für Schulen und außerschulische Jugendarbeit an.

Übersichtsseite RBT Schleswig-Holstein – Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus

Zielgruppen

Unsere Angebote richten sich an:

  • Lehrer:innen
  • Schulsozialarbeiter:innen
  • Erzieher:innen
  • Pädagog:innen
  • Interessierte und Ehrenamtliche und zivilgesellschaftliche Bündnisse
  • Jugendgruppen und -interessenvertretungen
  • Eltern, Elternbeiräte von Kitas und Schulen, Erziehungsberechtigte
  • Familienangehörige, Geschwister und Partner:innen von Rechtsextremen
Was ist Rechtsextremismus?

Rechtsextremismus ist eine Denkweise, in der die Individualität, Freiheit und Gleichwertigkeit aller Menschen grundsätzlich abgelehnt wird. Begründet wird dies mit tatsächlichen oder vermeintlichen ethnischen, kulturellen, geistigen und körperlichen Unterschieden. Die u.a. im Grundgesetz verankerten Menschenrechte werden ebenso wenig anerkannt wie unsere reale gesellschaftliche Vielfalt.

Rechtsextremes Weltbild

Das rechtsextreme Weltbild ist besonders gekennzeichnet durch Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Abwertung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen. Darüber hinaus durch völkische Ideologie, Geschichtsklitterung bis hin zur Leugnung der Shoa, Diffamierung und Ablehnung des demokratischen Rechtsstaats und seiner Institutionen.

Rechtsextreme Einstellungen in der „Mitte der Gesellschaft"

Wenn es um Rechtsextremismus geht, wird die sogenannte ‚Mitte der Gesellschaft‘ häufig ausgeblendet, das Phänomen finde eher am Rande der Gesellschaft statt. Die Anziehung wird über vermeintliche ‚Bildungsferne‘, Politikverdrossenheit oder das Gefühl des ‚Abgehängt-Seins‘ erklärt. Dabei sind rechtsextreme Einstellungsmuster, wie die ‚Mitte-Studien‘ seit Jahren zeigen, weit verbreitet in der deutschen Gesellschaft. Sie bilden die Grundlage für Diskriminierung und die Ideologie der Ungleichwertigkeit, die sich praktisch als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit äußert – Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und LGBTIQ*-Feindlichkeit können als einige Beispiele genannt werden.

Rechtsextremismus und Familie

Wenn Angehörige der Familie, vielleicht sogar eigene Kinder, sich angezogen fühlen von rechtsextremen Gruppierungen, rechtsextreme Musik hören oder/und in den sozialen Medien aktiv auf rechtsextremen Seiten unterwegs sind, dann sind Eltern oder Angehörige oft verunsichert oder ratlos, wie sie damit umgehen können. Auch Fachkräfte in pädagogischen Bereichen nehmen die zunehmend offener formulierten rechtspopulistischen, rassistischen, menschenverachtenden Äußerungen, insbesondere von jungen Menschen wahr.

Dieser Beratungsschwerpunkt richtet sich besonders an Menschen, die sich eine kompetente und vertrauliche, unbürokratische Unterstützung im Umgang mit rechtsaffinen Haltungen bei Kindern und Jugendlichen wünschen.

Rechtsextremismus und Jugendliche

Rechtsextremismus betrifft die gesamte Gesellschaft – allerdings ködern Rechtsextremist:innen vor allem unter Jugendlichen ihren Nachwuchs.

Das typische Einstiegsalter liegt zwischen 11 und 15, als Einstiegsdroge Nummer eins gilt Musik, wobei mittlerweile neben dem eher „klassischen“ Rechtsrock alle Genres und Subgenres – von Rock, über Black Metal bis hin zu HipHop und Rap – im Rechtsextremismus zu finden sind. Aber auch Faktoren wie Gemeinschaft, Kameradschaft und Abenteuer, Geltungsdrang und Protest spielen eine große Rolle bei der jugendlichen Zielgruppe.

Rechtsextreme Lebenswelten

Rechtsextreme verbreiten nicht nur eine rechtsextreme Ideologie, sie erzeugen auch Angebote für eine ideologisch passende Lebensführung. Rechtsextreme Lebenswelten umfassen dabei nicht nur bestimmte Bekleidungslabels, einschlägige Dresscodes und politischen Aktivismus. Vielmehr wird über Sport, Literatur, unterschiedliche Musikgenres oder Social-Media-Channels möglichst breit an den gesellschaftlichen Mainstream anzuschließen

Unter dem Deckmantel von scheinbar unpolitischen Lifestyle-Angeboten, wie z.B. veganen Online-Kochkursen wird systematisch versucht, Menschenverachtung und Gewaltbereitschaft zu verbreiten.

 Angebote

MODUL 1: Pädagogischer Umgang mit neuen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus

Rechtsextremismus ist kein Jugendproblem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Angelegenheit. Allerdings werden gerade Jugendliche durch die neuen Formen des Rechtsextremismus gezielt angesprochen und umworben. Der Rechtsruck in öffentlichen Debatten, Rechtsterrorismus oder auch die verbreitete Relativierung der Shoah durch ‚ganz normale‘ Bürger:innen auf den Corona-Demonstrationen machen deutlich, was wissenschaftliche Studien schon seit Jahren konstatieren: Eine weite Verbreitung von Alltagsrassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Ressentiments gegenüber dem ‚Fremden‘ in der ‚Mitte‘ der Gesellschaft.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Hilfestellung bei Erkennen und Einordnung Jugendlicher mit rechtsextremen Einstellungen anhand von Kleidung, Symbolen oder (Diskussions-)Verhalten
  • Eine aktive Auseinandersetzung mit alltäglichem Rassismus in Medien und Gesellschaft
  • Methodische Ansätze zur Entwicklung und Diskussion pädagogischer Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus und Rassismus und für Demokratie
MODUL 2: Alltagsrassismus erkennen und begegnen

Im Rahmen pädagogischer Praxis ergibt sich dabei die Herausforderung, dass rassistische Vorurteile und Ausgrenzungsmechanismen nicht ausreichend verhindert oder sogar reproduziert werden können.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Eine Sensibilisierung für verschiedene Formen der Diskriminierung und dabei besonders für Alltagsrassismus
  • Eine aktive und selbstkritische Auseinandersetzung mit verbreiteten Vorurteilen und Rassismen, d.h. die Reflexion der eigenen pädagogischen Verantwortung
  • Eine methodische angeleitete Entwicklung von Handlungsstrategien gegen Rassismus und rassistische Einstellungen
MODUL 3: Gendersensible Prävention von Rechtsextremismus

Facetten rechtsextremer Lebenswelten und Ideologien der Ungleichwertigkeit sind für Jugendliche, insbesondere männlicher und weiblicher Genderzugehörigkeiten anziehend. Rechtsextreme, antisemitische und menschenfeindliche Einstellungen sind, unabhängig von männlichen und weiblichen Geschlechtsidentitäten, gleichermaßen anzutreffen.

Eine Orientierung in die rechtsextreme Szene ist häufig aber geschlechtsspezifisch motiviert, da die Szene für männliche und weibliche Identitäten klare Rollenzuschreibungen anbietet.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Die Möglichkeit, ihr Praxisfeld als Ort für eine wirksame Prävention von Rechtsextremismus zu begreifen
  • Ansatzpunkte, um Geschlechterrollen im Rechtsextremismus und deren Anziehungskraft für Jugendliche zu begreifen
  • Eine fachlich moderierte Diskussion und Entwicklung von gendersensiblen Präventionsmaßnahmen
MODUL 4: Frauen im modernen Rechtsextremismus

Der moderne Rechtsextremismus ist ohne Frauen nicht denkbar. Mindestens 10 Prozent der rechtsextremistischen Gewalttaten werden von Frauen verübt. Rechtsextreme Frauen ergreifen mittlerweile bewusst Berufe, in denen sie die Ideologie weiter in die Gesellschaft tragen können – als Erzieherin, Lehrerin, Therapeutin oder Juristin.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Ein Verstehen der besonderen Relevanz von Frauen im Rechtsextremismus
  • Wissen über die Anziehungskraft weiblicher (Rollen-)Vorbilder im modernen Rechtsextremismus
  • Eine angeleitete Reflexion zum Umgang mit rechtextremen und rechtsaffinen Mädchen und Frauen
MODUL 5: Rechtsextremismus im Netz

Rechtsextreme nutzen das Internet, um rassistische Hetze und neonazistische Propaganda zu verbreiten. Für Neonazis gilt das Internet als eine perfekte „Propagandawaffe“ – wie sie es selbst gerne nennen. Darüber hinaus werden Soziale Netzwerke genutzt, um die Ideologie der Ungleichwertigkeit als Normalität in Diskussionen einfließen zu lassen – und dies oftmals bewusst in einer Art und Weise, die sich äußerlich kaum von anderen SocialMedia-Formaten unterscheiden lässt.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Das Erkennen von und das Verständnis für den strategischen Einsatz des Webs durch Rechtsextreme
  • Die Erfahrung von Umgangsformen mit Jugendlichen, die in rechten Gruppierungen im Web 2.0 aktiv sind
  • Einen Raum zur Entwicklung von Präventivmaßnahmen in den Kontexten Schule und Jugendarbeit
MODUL 6: Im Blickpunkt: Rechtsaffine Eltern im Kontext Schule

Immer häufiger berichten Fachkräfte aus Kitas und Grundschulen über Erfahrungen mit rechtsextrem orientierten Eltern und auch Kindern aus rechtsaffinen Elternhäusern.
Die Eltern fallen z.B. durch einschlägige Symbolik oder rassistische Äußerungen auf. Fachkräfte beobachten, dass Kinder und auch Jugendliche die Vorurteile übernehmen.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Ansätze, um rechtsextreme Einstellungen von Eltern auf der Grundlage von Äußerungen oder dem Verhalten der Kinder zu erkennen
  • Eine Problemsensibilisierung auf der Grundlage intensiver Fallarbeit mit Beispielen aus der pädagogischen Praxis
  • Eine moderierte Reflexion zur Entwicklung von Handlungsstrategien zum Umgang mit rechtsextremen Eltern und deren Kindern
MODUL 7: Argumentieren gegen rechte Sprüche, Rassismen und Stammtischparolen

„Das sind doch alles nur… Die wollen doch alle nur… Ich bin ja kein Nazi, aber….Ich habe ja nichts gegen…, aber…!“
Alltäglich sind wir mit rassistischen Äußerungen konfrontiert, die jedoch nicht als Alltagsphänomen und Normalität in der ‚Mitte der Gesellschaft‘, sondern vorwiegend als Problem anderer verstanden und abgetan werden. Im Kontext des Anstiegs von Flucht und Migration hat eine Enthemmung in der Äußerung menschverachtender Ansichten zugenommen und sie sind zunehmend salonfähig geworden.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Ein Verständnis der grundlegenden Funktionsweise rechter Stammtischparolen
  • Ansätze zur Reflexion der eigenen Haltung mit Blick auf diskriminierende Äußerungen
  • Eine praktische Einübung von Argumenten und Verhaltensweisen gegen rechte Stammtischparolen
MODUL 8: Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

Rechtspopulismus ist nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa inzwischen eine fest etablierte Größe, die politischen Einfluss nimmt und öffentliche Debatten prägt. In allen europäischen Ländern sind rechtspopulistische Parteien bei Wahlen mit Kampagnen gegen Zuwanderung, ‚Genderwahn‘ oder den ‚allgemeinen Werteverfall‘ in der Gesellschaft erfolgreich und bilden in einigen Ländern bereits Regierungen. In individuellen Lebenswelten werden rechtspopulistische Positionen zunehmend vertreten und akzeptiert.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Ein grundlegendes theoretisches Verständnis des Phänomens ‚Rechtspopulismus‘ und dessen Argumentationsweise
  • Eine Übersicht über populistische Kommunikationsstrategien, deren Themen und Parteien in Europa
  • Übungen, anhand derer eine kritisch-distanzierende Haltung zu Rechtspopulismus entwickelt werden kann
MODUL 9: Antisemitismus heute

Im Jahr 2019 ist die Anzahl antisemitischer Straftaten mit 2032 gegenüber dem Vorjahr um 13% gestiegen. Der wachsende Antisemitismus in Europa, gefährdet nicht nur Juden, sondern stellt einen Angriff auf unsere demokratischen Werte dar. Antisemitismus zeigt sich in verschiedenen Formen, er ist wandelbar und manchmal nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweisen, der Anziehungskraft und der unterschiedlichen Äußerungsformen von Antisemitismus
  • Ansatzpunkte, um das Thema im pädagogischen Kontext einzubringen und junge Menschen zu sensibilisieren
  • Die Erarbeitung von praxisbezogenen Strategien der Primärprävention im Bereich der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit
MODUL 10: Tradition, Heimat, Nationalismus und Rassismus – Die Neue Rechte

Gruppierungen, wie z.B. die Identitären, reorganisieren als ‚Neue Rechte‘ extrem rechte Positionen in neuer Sprache und greifen so strategisch in der Gesellschaft vorhandene Ressentiments auf. Begriffe des (völkischen) Nationalismus wie ‚Rasse‘ werden vermieden und im Konzept des Ethnopluralismus durch eine vermeintliche natürliche Differenz zwischen Ethnien beziehungsweise Nationen ersetzt. Gegen eine ‚multikulturelle‘ Gesellschaft müssen, dieser Ansicht nach, die Differenzen zwischen den Kulturen bewahrt werden.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Eine Übersicht über neuere Entwicklungen des Rechtsextremismus
  • Ein grundlegendes Verständnis der programmatischen und rhetorischen Strategien der Neuen Rechten und ihrer Einflussnahme auf bestimmte Bevölkerungsgruppen
  • Die Möglichkeit, Strategien der Befähigung zu einem pädagogischen Umgang mit neuen Entwicklungen des Rechtsextremismus zu erarbeiten
MODUL 11: Freimaurer, Zionisten, Reptiloide – Umgang mit Verschwörungsideologien in der der pädagogischen Praxis

Spätestens seit den bundesweiten Protesten gegen die Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie sind Verschwörungsideologien wieder stark in den öffentlichen Blick geraten.

Verschwörungsideologien beinhalten oft menschenverachtende Vorstellungen wie z.B. Antisemitismus und sind ein wesentliches Element rechtsextremer Ideologie. Zugleich weisen nach der aktuellsten ‚Mitte-Studie‘ der Friedrich-Eberst-Stiftung 38,5 % aller Deutschen Affinitäten zu ihnen auf. Dies zeigt sich oft in ganz alltäglichen Begegnungen, wobei es häufig schwer ist, Vertreter:innen dieser Ideologien argumentativ zu erreichen.

Dieses Seminar bietet Ihnen:

  • Ein Verständnis über die Funktionsweise von Verschwörungsideologien, deren Verbreitung und darüber, was sie für viele Menschen interessant macht
  • Eine auf Verschwörungsideologien bezogene Problemwahrnehmung hinsichtlich Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und deren Verbindungen zu Rechtsextremer Ideologie
  • Die Möglichkeit zur Erarbeitung von Strategien zur kritischen Auseinandersetzung und zum Umgang mit Verschwörungsideologien in der pädagogischen Praxis
U

In unserer Broschüre „Im Blickpunkt: Rechtsextremismus“  finden Sie unsere Angebote im Überblick.

Weitere Informationen

  • Ansprechpartner:innen:
  • Links & Partner:innen:

Die Angebote des Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus (RBT Kiel) werden gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Landesprogramms zur Demokratieförderung und Rechtsextremismusbekämpfung.

0431 2606870

0431 2606872

0431 2606873