Positionspapier zu Social-Media-Verboten für Kinder und Jugendliche

Am 02. März 2026 lädt der Sozialausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages zur mündlichen Anhörung bezüglich des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor negativen Auswirkungen sozialer Medien ein. Verschiedene Vertreter*innen des Kinder- und Jugendschutzes sowie Politiker*innen nehmen teil – ebenso Geschäftsführung Benjamin Holm von der Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e. V.

Zu diesem Thema hat die Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e. V. gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein e. V. ein Positionspapier angefertigt und machen deutlich:

Die aktuelle Debatte – auch in Schleswig-Holstein – über Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche ist Ausdruck realer Sorgen und realer Probleme. Studien weisen auf Zusammenhänge zwischen exzessiver Social-Media-Nutzung und Belastungen der psychischen Gesundheit hin und erfordern entschlossenes politisches Handeln. Gleichzeitig verengt die Debatte komplexe Fragen digitaler Sozialisation auf reine Verbotslogiken und verfehlt damit sowohl die Lebensrealität junger Menschen als auch bestehende kinderrechtliche und europarechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere den Digital Services Act (DSA), das seit 2024 geltende EU-Gesetz zur Regulierung von Online-Plattformen.

Die Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein und der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein sprechen sich gegen pauschale Social-Media-Verbote aus.

Dieses Positionspapier plädiert für einen differenzierten, wissenschaftlichen und risikobasierten Ansatz, der Schutz, Förderung und Teilhabe zusammendenkt. Wirksame Schutzmaßnahmen setzen voraus, dass Kinder und Jugendliche als Expert*innen ihrer Lebenswelt gehört und einbezogen werden.

Das Positionspapier können Sie hier herunterladen.