Dr. Lasse von Bargen, Teamleiter des Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus bei der AKJS, saß am 4.5.2026 gemeinsam mit Daniel Günther und Mirko Lange auf einem Podium, dass von Anina Pommerenke moderiert wurde. Die Veranstaltung mit dem Titel ‚Die Macht der Verkürzung‘ wurde vom Verein ‚Wirtschaft für einen weltoffenen Norden‘ organisiert und es nahmen rund 100 Personen teil. Es ging besonders um das Thema um Verkürzungen und Desinformationen im Kontext Social Media und deren Gefährdungen für demokratische Debatten. Mit Blick auf Rechtsextremismus verdeutlichte Lasse, dass Verkürzung zu seiner DANN gehört, weil:
1. er immer auf Ungleichwertigkeitsvorstellungen basiert
2. er den Raum derer, die gesellschaftlich teilhaben dürfen, massiv begrenzen will
3. er immer in letzten Wahrheiten denkt, die keinen demokratischen Meinungs- und Interessenspluralismus zulassen
4. er die Welt nur apokalyptisch vorstellen kann und immer auf Gewalt hinausläuft
Entgegen der Forderung von Daniel Günther, Social Media-Nutzung für Jugendliche unter 16 Jahre zu verbieten, verdeutlichte Lasse, dass diese auch als Ressource für Jugendlichen zu betrachten sind. Nicht das Medium als solches birgt unbedingt Gefahren für eine Demokratie, sondern die Art und Weise der Mediennutzung. Social Media und inhaltliche Verkürzungen können sogar eine wichtige Chance für Jugendliche darstellen, um an gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben und diese zu antizipieren. Insofern sollte es vielmehr als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe betrachtet werden, kritische Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen aber auch bei Älteren zu stärken.