Gefährdungen, Prävention und Empowerment im Kontext psychischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
Unsere Gesellschaft ist durch eine Vielzahl gegenwärtiger Krisen gekennzeichnet. Dabei belegen Studien einen direkten Zusammenhang zwischen der Verbreitung autoritär-antidemokratischer Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft und gesellschaftlicher Krisendynamiken. Kinder und Jugendliche nehmen die Zukunft in Zeiten multipler Krisen als besonders bedrohlich war. Seit 2024 haben die Sinus- sowie die Shell-Studie gezeigt, dass die Zukunftsunsicherheit bei Jugendlichen ansteigt. Laut der sogenannten COPSY-Studie (2025) leiden Kinder und Jugendliche seit der Corona-Pandemie an zunehmenden psychischen Belastungen. Deutlich wird zugleich, dass auch eigenständige Bewältigungsstrategien entwickelten, was durch ein intaktes soziales Umfeld begünstigt wurde. Kurz: Die Belastung psychischer Gesundheit und Strategien zur Resilienzsteigerung gehen miteinander einher.
Die Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V. will sich in 2026 mit den genannten Themen im Rahmen einer digitalen Veranstaltungsreihe befassen. In dieser zeigen die Fachbereiche der AKJS aus ihrer jeweiligen Perspektive einerseits, wie sich psychische Belastungen darstellen oder wie sie z.B. politisch thematisiert werden. Andererseits wollen wir Strategien aufzeigen und diskutieren, mittels derer Kinder- und Jugendliche in einem psychisch-resilienten Umgang mit Krisen gestärkt werden können.
Die Termine im Überblick
27.04., 14 Uhr – 16 Uhr: Auftaktveranstraltung: Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen
Zur Anmeldung geht es hier.
18.05., 14 Uhr – 16 Uhr: Psychische Gesundheit und Medien
Eine interaktive Reflexionsmethode eröffnet den Austausch über eigene Mediennutzung und erste Perspektiven auf psychische Gesundheit im digitalen Alltag. Anschließend werden zentrale wissenschaftliche Erkenntnisse zum aktuellen Forschungsstand rund um ICD-11 Gaming Disorder und Social Media Use Disorder vorgestellt. Zum Abschluss gibt es Raum für offene Fragen, Diskussion und gemeinsamen Austausch.
Zur Anmeldung geht es hier.
22.06., 14 Uhr – 16 Uhr: Inside the Manosphere – Männlichkeit in der Krise
Die Manosphere, also digital organisierter Antifeminismus und die Übersteigerung vermeintlich männlicher Ideale wie Dominanz und Gewalt gegenüber weiblich gelesenen Menschen, durch Influencer wie Andrew Tate ist immer mehr auf dem Vormarsch. Der Netflix-Film „Inside the Manosphere“ interviewt Protagonisten der Bewegung, um ihre frauenfeindlichen Positionen zu hinterfragen. Diese Veranstaltung nutzt den Film als Anlass für eine Diskussion über die Relevanz im Jugendschutz und in der Schule. Eine vorherige Sichtung ist nicht nötig.
Zur Anmeldung geht es hier.
14.09., 14 Uhr – 16 Uhr: Hinsehen, verstehen, handeln: Queerfeindlichkeit und ihre Auswirkungen
Queerfeindliche Narrative prägen die Lebensrealitäten vieler Kinder und Jugendlicher – oft mit gravierenden Folgen für ihre psychische Gesundheit. Dieser Workshop beleuchtet ebendiese Zusammenhänge und zeigt auf, wie Fachkräfte sensibel und wirksam reagieren können. Im Fokus stehen konkrete Handlungsoptionen sowie Aspekte des Kinder- und Jugendschutzes. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu schaffen und damit junge queere Menschen nachhaltig zu stärken.
Referent*in: Luce Ostermann
Zur Anmeldung geht es hier.
28.09., 14 Uhr – 16 Uhr: Gewaltfreie Kommunikation in der Schule
Das Konzept der gewaltfreien Kommunikation (Non-Violent Communication nach Marshall Rosenberg) ist dazu geeignet, zu einem tieferen Verständnis für die eigenen Bedürfnisse und Interessen im Konflikt zu gelangen. In dieser „Sprache“ können Ärger, Ängste, Verletzungen und Irritationen mitgeteilt werden, ohne mit Schuld und Vorwürfen zu argumentieren. Was sind die Chancen und Grenzen für eine Umsetzung im Schulalltag?
Zur Anmeldung geht es hier.
16.11., 14 Uhr – 16 Uhr: Resilienz stärken durch Peerkonzepte
Peerkonzepte sind ein wichtiger Bestandteil von Demokratiebildung. In dieser Veranstaltung stehen erfolgreiche Peerkonzepte und ihre Wirkung auf Persönlichkeitsbildung im Mittelpunkt.
Zur Anmeldung geht es hier.
