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26.10.2022 Prof. Monika Schwarz-Friesel: „Die kollektive Emotion ‚Judenfeindschaft‘ : Wie die Sprache seit Jahrhunderten antisemitische Gedanken und Gefühle archiviert und tradiert“, 15:00 bis 17:00 Uhr online über Zoom

Judenfeindschaft wird maßgeblich über die sprachliche Kommunikation weitergetragen. Von Generation zu Generation – und weitgehend ungebrochen durch die Erfahrung der Shoah – finden sich Artikulationen von anti-judaistischen Stereotypen. Der Vortrag deckt die Strukturen von expliziten und impliziten Verbal-Antisemitismen auf, analysiert und dechiffriert sie, erklärt ihre Historie und tiefe Verankerung im kollektiven Gedächtnis sowie deren untrennbare Kopplung an die emotionale Dimension des Judenhasses.

Referentin: Prof. Monika Schwarz-Friesel ist Antisemitismus- und Kognitionsforscherin an der TU Berlin (Institut für Sprache und Kommunikation). Zu ihren Buchpublikationen (u.a. „Aktueller Antisemitismus“,  „Gebildeter Antisemitismus“, „Judenhass im Internet“) gehört das internationale Standardwerk  „Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert“, mit Jehuda Reinharz; auf Englisch:  2017).  Sie ist im wiss. Beirat von „Antisemitismus Studies“ (USA) sowie dem “Journal of Contemporary Antisemitism“ (UK). Von 2014-2020 leitete sie das DFG-Pilot-Projekt „Antisemitismen im World Wide Web“. Im Mai hielt sie im österreichischen Parlament in Wien die Gedenkrede. Neueste Buchpublikation: 2022, Toxische Sprache und geistige Gewalt. Wie judenfeindliche Denk-und Gefühlsmuster seit Jahrhunderten unsere Kommunikation prägen.

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