Mobbing (engl. to mob: anpöbeln) bedeutet soviel wie „jemanden fertig machen“ mit dem Ziel der Ausgrenzung aus der Gruppe. Der Täter/die Täterin mobbt mit Hilfe von anderen und vor anderen. Das Opfer wird regelmäßig schikaniert und zunehmend hilflos gemacht. Die Folgen für die Betroffenen sind gravierend und reichen von psychischen und körperlichen Schäden bis hin zu Depressionen und Suizid. Unbewältigte Mobbingvorfälle schaden der Gruppe und haben negative Auswirkungen auf das soziale Klima (Angst und Repression) sowie auf Arbeitsleistungen und Lernen.

Mobbing kommt da vor, wo Menschen mehr oder weniger zwangsweise miteinander zu tun haben, und sich nicht so einfach entziehen können, auf dem Arbeitsplatz ebenso wie in der Schulklasse.
Mobbing trifft besonders häufig Kinder und Jugendliche, weil sie oft in solchen „Zwangskontexten“ leben.
Mobbing unter Schüler/-innen ist keine neue Erscheinung: Hänseln, Lästern, Gerüchte verbreiten, Ignorieren, Sachen verstecken oder beschädigen und andere schikanöse Handlungen, gehörten in mehr oder weniger starker Ausprägung immer schon zum Schulalltag. Schülerinnen erleben Mobbing als häufigste Gewaltform.

Nicht alle Konflikte und destruktiv-aggressiven Aktionen zwischen Schüler/-innen sind Mobbing.

Mobbing in der Schulklasse ist gekennzeichnet durch:

  • wiederholt schikanierende (verdeckte bis offen aggressive) Handlungen,
  • ein kräftemäßig (verbal und/oder körperlich) unterlegenes Opfer,
  • Opfer in der Regel ohne die Fähigkeit, sich selbst zu helfen,
  • eine/n oder mehrere Täter/-innen (zumeist aus der eigenen Klasse),
  • Dauer über einen längeren Zeitraum,
  • Eskalation in Häufigkeit, Dauer und Art,
  • Ausgrenzung aus der Klassengemeinschaft,
  • Beeinträchtigung von Lernen, Psyche und Körper als Folge.

Gerade bei Mobbing ist es wichtig, durch frühzeitige Präventionsmaßnahmen der Eskalation entgegen zu wirken. Das erfordert genaues Hinsehen und Intervenieren von PädagogInnen, um der sozialen Ansteckungsgefahr rechtzeitig zu begegnen. Vor allem die Rolle der passiven Zuschauer/-innen in der Klasse zu verändern ist neben dem deutlichen Stoppen der Mobber/-innen und der Unterstützung der Opfer von Bedeutung.

Aktiv und aufmerksam gegen Mobbing – auch ein Thema für die Grundschule
Mobbing unter Schülerinnen und Schülern ist kein neues Phänomen. Die DImensionen sind jedoch erst in den letzten Jahren erkannt worden. Inzwischen wird der Begriff Mobbing schon fast inflationär verwendet („Die mobbt mich!“). Um der Verwechslung mit Konflikten und der Verharmlosung entgegenzuwirken, ist eine thematische AUseinandersetzung mit dem Phänomen Mobbing und Cybermobbing und den Folgen von Ausgrenzung in jeder Schulklasse wichtig. Mehr erfahren…


Cybermobbing
Mobbingaktionen finden auch in Sozialen Netzwerken und Instant Messengers eine Plattform. Da der Verbreitungsradius hier unüberschaubar wird und die Attacken rund um die Uhr erfolgen, stellen Cyberattacken eine besondere Belastung für die Betroffenen dar. Bei Cybermobbing wechseln mitunter Täter_innen und Opfer die Rollen. Kinder und Jugendliche überblicken oft nicht, dass „Späße auf Kosten anderer“ im Internet nicht mehr kontrolliert werden können. Schnell kann mit spontan geposteten Fotos eine Hetzkampagne in Gang gesetzt werden. Auch vermeintlich privat verschickte, intime oder erotische Fotos („Sexting“) können von anderen für Cyberattacken missbraucht werden.
Für die Prävention bedeutet das, die Auseinandersetzung zum Thema „Respekt vor sich selbst und anderen“ mit sozialer Medienkompetenz zu verknüpfen (Handy-Scouts; Medienkompetenz).

Kontakt für Fortbildungen Mobbing in der Schulklasse – Prävention und Intervention:
Kathrin Gomolzig

Fortbildungen zu Cybermobbing/Medienkompetenzförderung:
Uli Tondorf

Veranstaltungen – Mobbingprävention

Amt

Anti-Mobbing-Tag

Begleitet von tollen Aktionen ist der Anti-Mobbing-Tag ein buntes Fest des respektvollen Miteinanders. Homepage